Künstlerin 02
Laura Brichta

In Tagebuch vom Finden untersucht Laura Brichta den Wald als Sehnsuchtsort und als Projektionsfläche – zwischen Rückzug, Mythos und körperlicher Erfahrung.
Die während einer selbst gewählten Isolation im österreichischen Gebirge entstandene Serie verbindet Selbstporträts, Stillleben, Interieurs und Landschaftsaufnahmen. Brichta tritt dabei erstmals selbst vor die Kamera. Der performative Akt wird zum zentralen Bestandteil einer Suche nach Selbstverortung.
Mit Jagdtrophäen, romantisierten Hütteninterieurs und der Pestwurz als Requisit greift sie volkstümliche, religiöse und mythologische Zuschreibungen des Waldes auf. Intime, bisweilen irritierende Inszenierungen treffen auf die widersprüchliche Gegenwart eines Naturraums zwischen Erholung, Ausbeutung und Massentourismus.
Brichta studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und schloss 2022 mit Diplom ab. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im MMK3 Frankfurt, im Goethe-Institut Paris und beim Helsinki Photo Festival gezeigt.
Werkabbildungen © Laura Brichta


